Ökostrom ist längst kein Nischenprodukt mehr auf dem Strommarkt. Die Zahl der Anbieter wächst beständig und mit ihr auch der Ausbau erneuerbarer Energien. Wind, Wasser, Sonne und Biomasse sind die Hauptantriebsmotoren der Energiewende, deren kontinuierliches Voranschreiten längst von den meisten Verbrauchern als Notwendigkeit empfunden wird. Gründe für diese Wende gibt es reichlich, vor allem der bevorstehende Klimawandel ist ständig in den Medien zugegen.

Vieles spricht für Ökostrom

Die globale Erwärmung ist ein Dauerbrenner in den Nachrichten. Nicht umsonst, denn die Auswirkungen machen immer wieder von sich reden, sei es durch extreme Wetterphänomene, Missernten oder das Abschmelzen der Polkappen. Wer sich demgegenüber keinem Ohnmachtsgefühl ausliefern möchte, stellt sich daher die Frage, wie und auf welchem Wege etwas dagegen getan werden kann. Ökostrom ist ein erster Ansatzpunkt, denn die vermehrte Erzeugung und Nutzung grüner Energie vermindern die Emission von Treibhausgasen wie CO2.

Warum Ökostrom? – Zwei Beispiele

Ökostrom aus erneuerbaren Energien bringt allerdings nicht nur der Umwelt Vorteile, sondern ist auch wirtschaftlich betrachtet interessant. Vor allem mittelständische Unternehmen haben das Potenzial erkannt und setzen auf die Erzeugung von Energie aus Wasser- und Windkraft, Photovoltaik und Biogasanlagen. Ökostrom trägt damit erheblich zur Förderung der regionalen Wertschöpfung bei. Bestes Beispiel hierfür sind Biogasanlagen mit angeschlossenen Blockheizkraftwerken, die sich im Besitz von Kommunen oder kleinen Betreibergesellschaften befinden. Durch Kraft-Wärme-Kopplung wird neben sauberer Energie auch ein hohes Maß an wirtschaftlicher Unabhängigkeit erzeugt, denn hier kann sowohl Strom- als auch Wärmepreis selbst bestimmt werden. Wer nicht die Möglichkeit hat, als Abnehmer an solchen Projekten mitzuwirken, kann noch immer Ökostrom von den entsprechenden Anbietern beziehen. Diese liefern neben der Energie auch das Versprechen, die Kapazitäten weiter auszubauen und damit zur Etablierung regenerativer Energien beizutragen. Verbraucher sollten bei der Auswahl des Anbieters vor allem auf dessen Zertifizierungen achten. OK Power Label und grüner Strom Label sind bekannte Beispiele, mit denen die Herkunft des Stromproduktes aus erneuerbaren Energiequellen zertifiziert wird.

Nur eine Frage der Zeit

Langfristig gesehen ist es weniger eine Frage, ob man als Verbraucher auf Ökostrom wechseln sollte, sondern eher wann dies unumgänglich wird. Der Atomausstieg ist schließlich bereits beschlossene Sache. Auch die Energiegewinnung durch Kohle wird sich auf lange Sicht nicht mehr halten können, denn zu groß ist der Grad an Verschmutzung, der damit einhergeht. Dafür wächst die Anzahl der Windparks beständig und immer mehr Dächer werden mit Solaranlagen ausgestattet. Daneben wächst die Zahl sogenannter Bioenergiedörfer, deren Strom- und Wärmeerzeugung nahezu komplett vor Ort stattfindet.

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